Stalingrad Heritage

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Geschichte

Ursprünglich Tsarityn genannt offiziell gegründet 1589. Wurde im Jahre 1925 in Stalingrad umbenannt nach Josef Stalin, wegen seiner Unterstützung bei der Abwehr der Weißen Armee in den Jahren 1919 und 1920. Wegen der Lage am linken Ufer des Flusses Wolga, war die Stadt ein wichtiger Handelshafen. Unter Stalin wurde es ein Zentrum für Schwerindustrie.

 

Zeittafel

Am 22. Juni 1941 startete Hitler Operation Barbarossa, die Invasion der Sowjetunion. Es waren fast vier Millionen Soldaten beteiligt, unterteilt in die Heeresgruppen Nord, Mitte und Süd. Die Aufgabe Heeresgruppe Nord war die Einnahme von Leningrad, die der Heeresgruppe Mitte die Eroberung Moskaus, während die Heeresgruppe Süd zum Ziel hatte die Ukraine und den Kaukasus zu besetzen.

 

Typhoon

Am 2. Oktober 1941 startete Hitler die Operation Typhoon, um mit der Heeresgruppe Mitte Moskau einzunehmen. Die Deutschen kamen an einigen Frontabschnitten bis auf 10 km an die Stadt heran, aber der harte russische Winter und die überlangen Nachschubwege führten zu einem Stillstand der Offensive.

 

5. Dezember 1941

Die Sowjets starten einen Gegenangriff um Moskau, dies führte zum ersten großen deutschen Rückzug im Zweiten Weltkrieg.

 

Fall Blau

Der Fall Blau oder Operation Braunschweig, wurde von Hitler am 5. April 1942 angelegt, deren Ziel ein möglicher Sieg im Jahr 1942 war. In der südlichen Region, bedeute das die Einnahme der Ölfelder von Baku, Maykop und Grosny, einer Region, die über 80 Prozent des sowjetischen Öls produzierte (markierter Bereich A). Einziger Zweck der Angriffe auf Voronezh (B) und Stalingrad (C) war es die Nordflanken der strategischen Offensive zu schützen..

 

Die Schlacht

Die deutsche Offensive begann am 28. Juni 1942. Die Offensive war zunächst erfolgreich, jedoch wurden die Achsenmächte durch logistische Schwierigkeiten aufgehalten. Dadurch musste die deutschen Sechste Armee auf dem Weg nach Stalingrad im Juli 1942 wegen Treibstoffmangels anhalten, für ganze 18 Tage, während es in Stalingrad nur schwache Verteidigungskräfte gab.

 

20.  Juli - 8. August 1942July – 8 August 1942

Am 2. Juli 1942 griff die deutsche Sechste Armee die sowjetische 62. und 64. Armeen und umstellten einen Großteil davon am 8. August 1942. Die verbliebenen sowjetischen Truppen zogen sich auf defensive Positionen um Stalingrad zurück.

 

23.  August 1942

Der erste Tag der Luftangriffe auf Stalingrad. Um 04.00 Uhr, begann die Luftwaffe Bomber-Angriffe, an denen mehr als Tausend Flugzeuge eingesetzt wurden. 0.000 Zivilisten verloren ihr Leben während dieser Luftangriffe.

 

23.  August - 12. September 1942

Die Deutschen beginnen mit ihrem Angriff auf die Stadt Stalingrad. Die Sowjetischen Verluste waren sehr schwer, aber die sowjetische militärische und politische Führung gaben den Befehl "Nicht einen Schritt zurück' um den vollständigen Zusammenbruch zu verhindern.

 

12.  September – 19. November 1942

Zeitraum der Hauptschlacht um Stalingrad oder sogenannter Rattenkrieg. General Tschuikow wurde ernannt, um die 62. Armee zu führen, mit weniger als 100 Panzern und 20.000 schlecht ausgebildeten Truppen, gegen eine Stärke der Achsenmächte von mehr als 100.000 gut ausgebildeten Soldaten. Aber er hielt die Front nur 50 Meter von den deutschen Stellungen, um deren Luftüberlegenheit zu begegnen, hatte Scharfschützen in allen Schlüsselpositionen und befahl den Straßen- und Häuserkampf, um die Angreifer zu zermürben.

Obwohl die Deutschen etwa 90% der Stadt einnahmen, war doch die Frontlinie noch 180 Meter von der Wolga entfernt und hielt also die sowjetische Verteidigung aufrecht durch ständigen Nachschub von Verstärkungen über den Fluss Wolga.

 

19.  November – 22. November 1942

The Soviets beginnen die Operation Uranus. Marschall Schukow und Vasilevsky hatte die Operation in absoluter Geheimhaltung seit dem 12. September 1942 geplant . Sie planten eine riesige Falle, indem sie die Verteidigung der 62. Armee irgendwie aufrecht hielten, so dass die Deutschen mehr Ressourcen aufbringen mussten um die Stadt, um die Stadt einzunehmen, sodann attackierten sie die deutschen Flanken, die von rumänischen Truppen verteidigt wurden.

Mehr als 1,5 Millionen Soldaten waren im Einsatz, Angriffe auf die Nord- und Südflanke der sechsten und Teile der vierten deutschen Armee, bis tief in ihren Rücken bei Kalach und so wurden ganze zweiundzwanzig Divisionen eingeschlossen.

 

23.  November – 12. December 1942

Hitler verbot seinen Generälen den Versuch eines Ausbruchs aus der Umzingelung. Stattdessen versprach er eine Luftbrücke mit Nachschublieferungen, nachdem der Chef der Luftwaffe Hermann Göring die Machbarkeit einer solchen zugesichert hatte. Sogar in den besten Tagen der Luftbrücke fehlten den eingeschlossenen Truppen noch um die 150 Tonnen Nachschub. Trotz der Proteste von Generälen wie Seydlitz, fehlte Paulus der moralische Mut sich Hitler zu widersetzen, um einen Ausbruch zu versuchen.

 

12.  Dezember -  22. Dezember 1942

Die Operation Wintergewitter wurde von Feldmarschall von Manstein der Heeresgruppe Don gestartet, um die deutschen Truppen in Stalingrad zu entlasten. Der Angriff kam etwa 60 Meilen vor Stalingrad zum Stillstand, wegen schlechten Wetters und der Unfähigkeit der Sechsten Armee sich mit Von Mansteins Truppen zu verbinden. Außerdem starteten die Sowjets die Mittlere Don-Operation am 16. Dezember 1942, die Von Mansteins Truppen abzuschneiden drohte.

 

16.  Dezember -  22. Dezember 1942

The Soviets begannen mit der Operation kleiner Saturn, eine modifizierte Version der Operation Saturn. Der ursprüngliche Plan mit der Operation Saturn war die von der Sowjetarmee kontrollierten Gebiete auf Rostow und Charkow auszudehnen, aber dieser Plan musste wegen der Operation Wintergewitter vom 12. Dezember angepasst werden

 

9. Januar 1943

Der sowjetische General Rokossowski schickte drei Gesandte mit einem Waffenstillstandsangebot zu den deutschen Linien um Paulus zu überzeugen, dass seine Armee umzingelt ist und sich zu ergeben, bei Gewährleistung einer gerechten Behandlung von Gefangenen. Das Angebot wurde auf Anordnung Hitlers abgelehnt.

 

10. Januar – 2. Februar 1943

Die Operation Ring war der letzte Teil der Schlacht um Stalingrad. Es wurde von General Rokossowski der 21. und 5. Panzerarmee angeführt, um schließlich den Kessel zu vernichten. Am 26. Januar, verbanden sich Truppen der 21. Armee mit Truppen der 62. Armee auf Mamaev Kurgan und spalteten damit den Kessel in zwei. Der südliche Abschnitt wurde von General Paulus geführt, während der nördliche größeren deutschen Abschnitt von XI Korpskommandant General Strecker geführt wurde.

 

Am 31. Januar, wurde Paulus von Hitler zum Feldmarschall befördert. Er sah es als Angebot Selbstmord zu begehen, denn kein Feldmarschall ging jemals in Gefangenschaft. Er weigerte sich, Selbstmord "für den böhmischen Gefreiten" zu begehen. Er wurde von den Russen in seinem Hauptquartier und gefangen genommen. Er weigerte sich, den Soldaten des südlichen Abschnitts die Kapitulation zu befehlen, denn er sagte, er habe nicht mehr das Kommando. Der größte Teil des Widerstands im südlichen Abschnitt endete jedoch am 31. Januar.  Am 2. Februar wies General Strecker im nördlichen Abschnitt seine Offiziere an die Kapitulationsbedingungen zu verhandeln. Danach endete der organisierte Widerstand in Stalingrad und damit die Schlacht um Stalingrad.

 

Die Folgen

Mehr als 350.000 Truppen der Achsenmächte wurden duch die Einkreisung Stalingrads getötet oder gefangen genommen. Von 91.000 deutschen Gefangenen kehrten nur 6000 nach Deutschland zurück. Mehr als 1,1 Millionen sowjetischen Truppen wurden getötet oder verwundet. Fast drei Millionen Menschen wurden bei der Schlacht um Stalingrad getötet oder verwundet, es ist die blutigste Schlacht in der Geschichte.

 

1. Die Deutschen konnten an der Ostfront keine wichtigen Schlachten nach dem Debakel von Stalingrad mehr gewinnen. Von da an waren sie auf dem Rückzug.

 

2. Deutschlands Verbündete Rumänien, Ungarn, Italien und Kroatien, deren Truppen schwere Verluste erlitten, waren keine wirksamen Streitkräfte mehr. Schließlich beendete das ihre Achsen-Allianz

 

3. Innerhalb einer Woche nach dem Ende der Stalingrader Schlacht treffen sich bei Casablanca-Konferenz Premierminister Winston Churchill und Präsident F.D.  Roosevelt und kündigen an, dass sie bis zur bedingungslosen Kapitulation der Achsenmächte kämpfen werden. Sie hatten keine Zweifel mehr über den Ausgang des Krieges.

 

4. Der Widerstand gegen die nationalsozialistischen Herrschaft in Deutschland wurde zunehmend bedeutender wie bei dem fast erfolgreichen Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944.

6th Army soldiers marching to Stalingrad operation barbarossa 1941 map

Die alte deutsche Frontlinie heute

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Ziele der Operation Barbarossa

Deutschen Panzer aufgehalten im Schnee

Sowjetische Infanterie bei Operation Typhoon

Ziele des Unternehmens Blau

Deutsche Infanterie marschiert nach Stalingrad

Ziele der Operation Uranus

Feuer nach dem ersten Luftangriff

Kapitulation von Stalingrad

Sieg von Stalingrad